- Redaktion
- Erbrecht
Wie ist ein Ehegattentestament sinnvoll aufgebaut und worauf sollten Sie bei der Gestaltung besonders achten? Dieser Ausschnitt aus dem Webinar „Ehegattentestament“ mit Referentin Julia Roglmeier zeigt, wie sich Testamente systematisch in mehrere strukturierte Teile gliedern lassen – von einleitenden Feststellungen über Regelungen für den ersten und zweiten Erbfall bis hin zu übergreifenden Klauseln.
Dabei wird deutlich, warum der Umgang mit bestehenden Altverfügungen Fingerspitzengefühl erfordert und welche Rolle Vermächtnisse, Teilungsanordnungen oder Pflichtteilsstrafklauseln in der Praxis spielen.
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Neues aus Karlsruhe zum notariellen Vorbescheid
- Dr. Lukas Wernert-Will
- Berufsrecht, Immobilienrecht
In dem Beschluss vom 5.6.2025 hatte sich der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (erneut) mit einer Konstellation zu befassen, in der ein Urkundsbeteiligter durch einseitigen Widerspruch wegen angeblicher materiell-rechtlicher Einwendungen den Vollzug einer gemäß § 53 BeurkG vollzugsreifen Urkunde zu vereiteln versuchte. Im Rahmen der aktuellen Entscheidung bestätigte der V. Zivilsenat die Notwendigkeit eines Rückgriffs auf notarielle Vorbescheide in bestimmten Konstellationen. Er arbeitete darüber hinaus praxistaugliche Maßstäbe zu bisher ungeklärten Fragen nach den Auswirkungen eines notariellen Vorbescheids auf die aus § 53 BeurkG erwachsende Vollzugspflicht und der Bedeutung der Einlegung von Rechtsmitteln durch den widersprechenden Urkundsbeteiligten heraus.
Internationale Perspektive: Wie andere Länder die digitale Beurkundung umsetzen
- Andreas Panz
- Berufsrecht
Die elektronische Beurkundung ist kein rein deutsches Phänomen. Auch andere europäische Staaten und Vorreiter wie Estland haben umfassende Erfahrungen gesammelt. Ein internationaler Vergleich zeigt, welche Modelle bereits erfolgreich funktionieren und welche Erkenntnisse sich für die Praxis in Deutschland ableiten lassen.
Hindernisse bei der Erfüllung allgemeiner Sorgfaltspflichten
- Notarkasse München A.D.Ö.R., Andreas Bosch, Benedikt Strauß
- Berufsrecht
Für den Notar können sich in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten ergeben, wenn die zur Identifizierung erforderlichen Informationen etwa zum wirtschaftlich Berechtigten (insbesondere aufgrund mangelnder Mitwirkung der Beteiligten) nicht ermittelt werden können. Für diese Situation enthält das GwG ausdrückliche Regelungen. Fehlende Informationen und Unterlagen der Beteiligten § 11 Abs. 6 GwG sieht ausdrücklich eine Verpflichtung der […]
Der Datenschutzbeauftragte im Notariat
- Redaktion
- Berufsrecht, Kanzleimanagement
Notarinnen und Notare sind als öffentliche Stellen zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten verpflichtet – unabhängig von der Größe des Notariats. In der Praxis stellt sich dabei jedoch schnell die weitergehende Frage: Wer eignet sich für diese Funktion, wie sollte sie organisatorisch eingebunden werden und was muss geschehen, damit Datenschutz im Kanzleialltag nicht nur auf dem Papier funktioniert?
Aktuelles im Notariat: die Gebührenerhebungspflicht des Notars
- Redaktion
- Berufsrecht, Gebührenrecht/Kostenrecht
Entwürfe nicht abrechnen, um Mandate nicht zu gefährden? Was in der Praxis mitunter als Entgegenkommen verstanden wird, kann gebührenrechtlich und berufsrechtlich hochproblematisch sein.
Dieser Ausschnitt aus dem Online-Kurs „Aktuelles im Notariat“ macht deutlich: Die Erhebung gesetzlicher Notarkosten ist keine Frage von Kulanz, sondern Amtspflicht – mit möglichen strafrechtlichen Implikationen, wenn Gebühren bewusst nicht erhoben werden. Referent Frank Tondorf beleuchtet, warum gerade bei Entwürfen und vorzeitig beendeten Beurkundungsverfahren besondere Sorgfalt geboten ist und welche Risiken in vermeintlich „pragmatischen“ Lösungen liegen.
Rechtliche Akzeptanz der elektronischen Beurkundung in Deutschland
- Andreas Panz
- Berufsrecht
Ein zentrales Anliegen des Gesetzgebers ist die vollständige rechtliche Gleichstellung elektronischer Urkunden mit den herkömmlichen Papierurkunden. Nach der Begründung zum Gesetz soll die elektronische Urkunde denselben Beweiswert wie eine Urkunde in Papierform genießen. Sie ist damit eine öffentliche Urkunde im Sinne von § 415 Abs. 1 ZPO, wonach „öffentliche Urkunden den vollen Beweis dessen begründen, was die […]